Förderung von Benzin

Elektrische Benzinpumpen werden mit verschiedenen Spannungen angeboten. Sie bieten eine robuste und einfache Möglichkeit das brennbare Medium zu fördern ohne Gefahr zu laufen eine Explosion oder einen Brand zu verursachen. Je nach Bedarf gibt es diese Pumpen mit 12 Volt, 24 Volt und 230 Volt.
Im Schnitt überzeugen die Pumpen mit Ihrer hohen Förderleitung und Ihrem geringen Förderdruck. Sie können über 1,5 Meter ansaugen. Die Pumpen haben eine Laufzeit von 30 Minuten und müssen danach für 60 Minuten stehen und auskühlen.
Die Pumpen sind mit einem Erdungskabel ausgestattet und erreichen alle den EX-Standard für Geräte, die mit brennbaren Medien genutzt werden. Wichtig ist, dass die Pumpen auch wirklich ATEX zertifiziert sind, da es sonst im Falle einer Betriebsprüfung zu größeren Problemen kommt. Die Pumpen werden in kompletten Sets verkauft, mit Ansaugschlauch, Förderschlauch und Zapfpistole. Im Allgemeinen sind sie sehr einfach über einen Ein- und Ausschalter zu bedienen. Optional kann auch ein Zählwerk für diese Sets bezogen werden, diese gibt es in digitaler und manueller Ausführung auch mit EX-Schutz.
Wichtig ist, dass die Pumpen nur von Fachleuten wie z.B. Elektrikern installiert werden dürfen, da sie mit speziellen EX-Steckern versehen werden und die Erdung gegeben sein muss.

 

Benzin ein brennbares Medium


Auf Tankstellen darf bekanntlich nicht geraucht werden, da sonst eine Explosion entstehen könnte. Der brennbare KFZ-Treibstoff ist sehr leicht entzündlich und wurde deshalb aus sicherheitstechnischen Gründen speziellen Richtlinien unterstellt wie man mit dem Medium im alltäglichen Gebrauch umzugehen hat.
Diese sogenannte ATEX-Direktive umfasst unter anderem in explosionsgefährdeten Bereichen zugelassene Geräte und Schutzsysteme. Die Rede ist hier von Maschinen und zum Beispiel stationäre oder bewegliche Vorrichtungen, welche speziell konstruiert und deren Materialien so aufeinander abgestimmt werden, dass sie nicht mehr als Explosionsherd dienen können. Diese Geräte sind speziell leitfähig und verursachen keinerlei Funken und dürfen daher mit brennbaren Medien genutzt werden.
ATEX bezieht sich also auf den Schutz vor Entstehung von Explosionen, sowie deren Auswirkungen.
Die Geräte, zum Beispiel Pumpen, die zum Fördern von brennbaren Medien in explosionsgefährdeten Bereichen eingesetzt werden sollen, werden in verschiedene Bereiche eingeteilt, je nach Gefährlichkeit der Anwendung. Den höchsten Sicherheitsstandards unterliegen die Geräte die im Bergbau genutzt werden.
Alle weiteren Geräte, die in den übrigen explosionsgefährdeten Bereichen genutzt werden unterliegen anderen Standards. Für das Medium Benzin dürfen nur Geräte genutzt werden, die den Richtlinien der ATEX Zone 1 unterliegen.
Verschiedene Pumpen bieten diesen Schutz. Das Benzin kann mit einer elektrischen Benzinpumpe gefördert werden, damit die Gefahr jedoch ausbleibt, dass diese ein Potential und somit einen Funken aufbauen kann, muss diese Pumpe ein Erdungskabel haben welches das Risiko eines Funkenschlags minimiert. Hier muss auch darauf geachtet werden, dass die Pumpe nur von einem Elektriker installiert werden darf mit speziellen EX-Steckern.
Außerdem kann das brennbare Medium mit einer Druckluftmembranpumpe gefördert werden. Eine pneumatische Pumpe benötigt kein Erdungskabel, da diese kein Funkenflug verursachen kann.
Die sparsamste Variante ist eine Handpumpe, diese sollte allerdings nur dann in Betracht gezogen werden, wenn die Menge an benötigtem Benzin nicht zu hoch ist. Um sicher zu gehen lässt man sich am besten vom Händler oder Hersteller beraten, da es hier um die allgemeine Sicherheit der Mitarbeiter und der Umwelt geht.